In memoriam Uwe Heldt

Uwe Heldt ist am Dienstag den 5. August nach schwerer Krankheit verstorben. Er war mein Literaturagent, dem ich viel, wenn nicht sogar alles, zu verdanken habe, und gleichzeitig ein wunderbarer Freund. An den Gedanken, nun ohne ihn weitermachen zu müssen, kann ich mich nur sehr schwer gewöhnen.

"Wir tun es für Geld" im Fernsehen

Freitag den 27.6. läuft um 20:15 "Wir tun es für Geld" in der ARD. Wenn es euch gefällt, liegt es an der tollen Romanvorlage, die ich geschrieben habe. Wenn es euch nicht gefällt, liegt es am Drehbuch, das ich nicht geschrieben habe. Ist klar, ne? Außerdem hätten sie lieber mir die Hauptrolle geben sollen ...

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Was mit Glück

Ein Skitag in den Alpen. 16:00 Uhr. Die Lifte halten an. Etwas abseits der Bergstation steht die Hütte mit der Terrasse und dem Blick in Weite. Dort gehst du hin, um vor der langen Talabfahrt einen, nur einen, mehr wäre nicht klug, Glühwein zu trinken. Das Getränk, das nur hier und nur um diese Uhrzeit schmeckt.

Du bist lange nicht mehr hier gewesen. Der Anblick der Berge überwältigt dich, du saugst ihn gierig in dich auf. Während sich das Licht mit dem Sinken der Sonne verändert und das Farbspiel auf den Felsen, Wäldern und Schneefeldern nah und fern mit jeder Minute noch schöner wird, beginnst du dir die seltsame Frage zu stellen, womit du all das überhaupt verdient hast.

Die Frage spielt aber zum Glück keine Rolle, denn, hey, du sitzt jetzt einfach hier und es ist gut. Du grinst glückstrunken die Leute um dich herum an, sie grinsen zurück und du weißt, von diesen Momenten wirst du lange, lange zehren.

Und richtig, kaum bist du wieder zuhause, denkst du daran. Du holst die Bilder zurück vor deine Augen, die klare Luft, den köstlichen Glühwein. Und es könnte so schön sein, wäre da nicht dieses Lied. Dieses Lied, das du vor lauter Glück völlig überhört hattest, das aber, wie du nun feststellst, dennoch untrennbar mit deiner Erinnerung verbunden ist: "LIESCHEN, LIESCHEN, LIESCHEN, KOMM EIN BISSCHEN, BISSCHEN, BISSCHEN AUF DEN RASEN, DA KANNST DU BLASEN ..."


"Chantal, heul leiser!"

Ja, ich habe nun auch "Fack ju Göhte" gesehen. Der Film mit der Streber-Pädagogin, die die Problemklasse nicht in den Griff kriegt und dem Dumpfbacken-Macho-Kleingangster, dem – oh Wunder – genau das gelingt. Und am Ende kriegen sich die beiden.

Es hätte alles so fürchterlich schlecht sein können, aber nein – oh Wunder – ich habe stattdessen die vermutlich beste deutsche Filmkomödie seit 1970 gesehen. Ja, doch, ernsthaft.

Gut, was soll mit Darstellern wie Katja Riemann, Karoline Herfurth, Elyas M’Barek und Jana Pallaske schon schiefgehen, fragt man sich reflexartig um  sich im nächsten Moment doch nur wieder an die unzähligen Elendsfilme zu erinnern, in denen all ihr Talent effektlos verpuffte. Nein, Freunde, die großartige Leistung der Mimen in allen Ehren, aber dass "Fack ju Göhte" so überzeugt, liegt vor allem daran, dass Bora Dagtekin das Drehbuch geschrieben hat. Angesichts des sonstigen Elends im deutschen Komödienbusiness bin ich derzeit geneigt, ihn messiasgleich zu verehren.